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Gespräch mit Dr. Jürgen Weber PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Leopold Graf Deym   
Mittwoch, den 31. Oktober 2012 um 17:15 Uhr

G E S P R Ä C H S N O T I Z

05.10.12 Landshut ,Dr.Jürgen Weber,Reg.v.Ndby.

 

EUROPAREGION – DONAU-MOLDAU ( EDM )

 

Das Gespräch erfolgte mit großem Engagement, beleuchtete viele wichtige Punkte, machte einige Schwachstellen deutlich und zeigte einige Lösungsmöglichkeiten auf. Es endete nach 75 Min. mit einem gemeinsamen Foto.

Ich äußerte meine Sorgen über „Europa“ und meine Überzeugung, daß seine Rettung in seiner Regionalisierung und der aktiven Gestaltung der Europaregion – Donau-Moldau liegt. Im Sinne einer Bürgergesellschaft bedarf Politik und Verwaltung der Unterstützung aller und nicht nur der Wirtschaft.

Dr. Weber war früher im Bay. Umwelt- und später im Wirtschaftsministerium tätig und ist in der Reg. von Niederbayern für Wirtschaft, Landesentwicklung, Verkehr und grenzüberschreitende Zusammenarbeit  mit den Regionen Pilsen und Südböhmen zuständig. Die Einbindung in diesen Verwaltungsbereich schränken seine Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten ein. Sein Bereich ist dem Bay. Wirtschaftsministerium zugeordnet und dieses ist zuständig für die EU-Förderung, etwa der Interregprogramme.  Das Wirtschaftsministerium unterstützt die EDM als Regionalentwicklungsinitiative. Es lehnt aber vorab festgelegte Mittelkontingente für einzelne Teilregionen, wie etwa die EDM, ebenso ab wie eine Verlagerung des Fördervollzugs auf die lokale Ebene. Auch müssen
die Programmverantwortung und Haftung weiterhin zwingend in einer (staatlicher) Hand bleiben.

Bezüglich der inhaltlichen Schwerpunkte der EDM bekomme ich eine schriftliche Übersicht über die Wissensplattformen. Zunächst spielt die Verstärkung des Meinungsaustausches der Verwaltungsebene eine große Rolle. Die  bilateralen Kontakte zu Südböhmen  haben sich in den vergangenen Jahren etwas abgeschwächt. Dafür sind die trilateralen Kontakte im Rahmen der EDM ausgebaut worden. In der IHK Passau fand Anfang Mai 2011 ein gemeinsames Symposium über Freizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt statt. 2012 hat man in Südböhmen eine gemeinsame Tagung zu Verkehrsfragen durchgeführt.

Mit Pilsen sind die bilateralen Kontakte intensiver. Beide Bezirke treffen sich  auf Verwaltungsebene 2 mal jährl. in Niederbayern bzw. Pilsen.

zu einem Koordinierungsgespräch. Von einer politischen Agenda von Zielen kann man nicht sprechen. Das Thema Begegnung will man den freien Verbänden  überlassen. Ich wies auf die Bedeutung des Bereiches „Soziales“ und berufliche Bildung für benachteiligte Jugendliche hin. Die Bereiche Landwirtschaft und Denkmalschutz kamen nicht zur Sprache. Herr Dr. Weber zeigte sich offen, ein soziales Thema bei einem Treffen anzusprechen. Sehr angetan zeigte er sich von dem Vorschlag, für die in Ndby. einschlägig engagierten Verbände und Personen eine Plattform oder einen Infobriefe zu schaffen. Ich bot mich an, bei der Bildung dieser Verbindungen mitzuhelfen, erwähnte auch die Chancen einer Internetplattform. Sie sollte in Verbindung zu der EDM- Stelle in Freyung stehen.

Für die Vision in Niederbayern ein bay./ böhm. Zentrum zu haben, wie in Schönsee, zeigte Dr. Weber Sympathie. Er geht dieser Idee nach. Freyung hat zwar zwei neue Mitarbeiter bekommen aber man müßte prüfen, ob sich nicht auch Fürstenstein, Passau od. Neuburg/Inn für ein derartiges Zentrum anbieten würde.

In Passau gibt es mit der Drei-Länder-Gesellschaft und der kommunal getragenen Arbeitsgemeinschaft Unterer Bayerischer Wald Organisationen, die sich um das Thema Begegnung in besonderer Weise annehmen. Ansprechpartner sind hier die Landräte Meyer und Lankl. Sie sind auch die niederbayerischen Vertreter in der EDM.

Herr Dr. Weber hofft sehr auf das Mitwirken der Kirchen in der EDM. Er läßt sich von mir über die Aktivitäten in den ostbay. Diözesen informieren. Auch wenn ich weitere, notwendige Schritte anspreche, zeigt sich Dr. Weber sehr erfreut über die Zusammenarbeit der Caritasverbände. Ich spreche auch die Absicht an, einmal selbst mit dem Passauer Bischof zu sprechen, wobei es angezeigt erscheint, die Neubenennung  abzuwarten.

 

Beide Gesprächsteilnehmer tragen die Überzeugung, daß der besonderen Rolle des Tourismus entsprechend, seine Chancen noch nicht optimal genutzt sind. Der Bezirk Südböhmen hat z.Z. die Aufgabe übernommen, dieses Thema in der EDM  weiterzubringen. Ich gebe meiner Ansicht Ausdruck, daß es eines  Mittlers zwischen südböhmischen Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen, der böhm. Gastronomie und  niederbayer. Bus- und Reiseunternehmern bedarf. Die diesbezüglichen Aktivitäten des  Tourismusverbandes Ostbayern lassen sich schwer einschätzen. Ob die bay.Tourismusstelle(Bay.Wald,Rgen) in Budweis hier weitere Aufgaben übernehmen kann, müßte überlegt werden. Ich  habe zugesagt, die für den Tourismus nach Südböhmen  eine von mir selbst angefertigte Übersicht zur Verfügung zu stellen. Auch die Werbung für den Tourismus von Böhmen nach Bayern erscheint noch ausbaufähig.

 

Bezüglich der Arbeit um Drazic überlasse ich unseren Flyer, ein aktuelles Photo, die Gesprächsnotiz aus der Staatskanzlei und verweise bezüglich der zahlreichen anderen Aktivitäten auf die Homepage.

 

Abschließend weise ich nochmals auf die Bereitschaft hin, bei Bedarf, die öffentl.

Verwaltung nach Kräften zu unterstützen.

 

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L.Gf.Deym

 
Gespräche am Goldenen Steig PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Leopold Graf Deym   
Mittwoch, den 31. Oktober 2012 um 17:11 Uhr

Die Gespräche am  Goldenen Steig setzte die Hanns Seidel Stiftung Ende Oktober bereits zum 14. Mal in Prachatitz fort. Der  Referatsleiter der HSS, Dr. Fiesinger, stellte die Funktion  der Gespräche als gemeinsame Plattform des Dialogs, der Konzepte und der Projekte vor. Zum 3. Mal nacheinander stand die Europaregion Donau-Moldau (EDM) im Mittelpunkt der Gespräche und zwar unter dem Aspekt der Bildung. Dr. Fiesinger hielt die Kompetenz und die Steuerungsfunktion der EDM für noch schwach. Es müsse sich noch herausstellen, ob die EDM ein aufgeblähtes Konstrukt oder Herzblut für eine Interessensharmonisierung  ist. Die übergreifende Konstruktion ist die Strategie für den Donauraum. Dort sei bei den 11 genannten Handlungsfeldern unter NR.7 die Bildung genannt.

Graf Deym steuerte als Aufruf einen Beitrag bei, in dem eine Korrektur des Bildungsbegriffes, die Stärkung der primären Erziehung und Bildung im Elternhaus, eine Akzentuierung der außerschulischen Bildung, die stärkere Förderung bildungsschwacher Schüler durch „Jugendsozialarbeit“ und der Abschluß von Partnerschaften aller Einrichtungen im Bildungssystem gefordert wird. Ferner wies Graf Deym darauf hin, daß es ausreichend Förderprogramme und Papiere der EU zur kooperativen Gestaltung einer regionalen Bildungslandschaft (z.B. die Entschließung des Rates für eine jugendpolitische Zusammenarbeit in Europa v.Nov.2009) gibt, daß es aber an deren Kenntnis und Umsetzung fehlt. Schließlich bedauerte Graf Deym, daß Bildung (wie Soziales) bei den bisherigen Entwürfen zur EDM  nur partiell und stiefmütterlich behandelt wird, obwohl es der Schlüssel zur Wertegemeinschaft, vergleichbaren Lebensbedingungen und der Zukunft ist.

Ein tschechischer Bürgermeister beklagte, daß in Südböhmen die Kommunen über die EDM kaum etwas erfahren, geschweige denn von der Bezirksregierung motiviert werden. Ein Fachmittelschullehrer gab in seinem Referat bekannt, daß es seiner Meinung nach, trotz des Widerstandes des Bildungsministeriums, zu einer Reform des beruflichen Bildungswesens in Richtung Duales Systems kommen wird. Herr Steinke vom bfz in Mittel- und Südböhmen berichtete von der Ausbildungs- und Umschulungsarbeit  in Zusammenarbeit mit der tschech. Arbeitsverwaltung und EU-Programmen. Dazu gehörte u. a. Ausbildung im Bereich Kranken- und Alterspflege mit mehrwöchigem Auslandsaufenthalt.

Der neue Präsident der Union für gute Nachbarschaft, Vratislav Kulhanek, ehemals Manager großer Wirtschaftsbetriebe, beklagte die Schwierigkeit der Ausbildung in Splitterberufen. Graf Deym wies auf das erfolgreiche deutsche System der Blockbeschulung in Verbindung mit Lehrlingsheimen hin.

Die Gespräche werden wieder in einer Broschüre zusammengefaßt und veröffentlicht. Es bleibt zu hoffen, daß die zentralen Ergebnisse auch politisch aufgegriffen und weiterverfolgt werden.

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 31. Oktober 2012 um 17:17 Uhr
 
Treffen in der bayer. Staatskanzlei - Europaministerium PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Leopold Graf Deym   
Donnerstag, den 27. September 2012 um 13:55 Uhr

Gesprächsnotiz

 

B A Y E R I S C H E    S T A A T S K A N Z L E I        25. 09. 2012 -  EUROPAMINISTERIUM

Fr. Staatsministerin E. Müller, Referentin Fr. Dr. I. Schayan

 

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Der im Juni verabredete Gedankenaustausch dauerte knapp eine Stunde und wurde mit viel Interesse, Wohlwollen und Übereinstimmung geführt. Fr. Dr. Schayan machte ebenfalls Notizen.

 

Ich äußerte mein Bedauern über das einseitige und bei den meisten Bürgern schlechte Image von „Europa“(nur Fortsetzung der EWG ?), nannte einige erklärliche Gründe und unterstrich die Aufgabe, das Wir-Gefühl verstärkt zu wecken. Dazu ist m. E. notwendig, die gemeinsamen Werte (Konventionen) bekannter zu machen (Bildung) und die persönlichen Verbindungen/Kontakte zu intensivieren.

 

Die Umsetzung und Konkretisierung der „DONAU-MOLDAU-REGION“(EDM) ist dazu der richtige Weg und muß jetzt entschieden gegangen werden. Laut Fr. Ministerin gibt es dabei keine politischen Widerstände. Es sind nur noch Standortfragen der Geschäftsstellen offen. Für die vorläufige Ansiedlung der Zentralstelle in Linz gibt es gute Argumente. Die Regionalstelle der Oberpfalz wird bei der Bezirksregierung in Regensburg sein. Gemeinsam wurde der Wunsch geäußert, daß wegen des  Wertebezugs die Kirchen sich noch stärker in der Europaregion engagieren. Hoffnung wird hierbei auf den neuen Bischof in Regensburg gesetzt. Der Zusammenschluß der Diözesancaritasverbände in der EDM ist ein Ansatz in diese Richtung.

Von vorhandenen oder geplanten Arbeitskreisen und Kommissionen war nicht die Rede. Bezüglich der Arbeit der Regionalstelle und des Engagements des Regierungsbezirks  Niederbayern will Graf Deym Herrn Czapka  nochmals ansprechen.

Die Inhalte der Kooperation befinden sich laut Fr. Ministerin in den EDM- Vereinbarungen. Eine Konkretisierung  und/oder Schwerpunktsetzung im Sinne einer Agenda ist hier noch nicht vorgenommen; mit Sicherheit gehören aber die Themen Infrastruktur, Bildung und Arbeitsmarktfragen dazu. Graf Deym nennt darüber hinaus Soziales, berufsbezogene Jugendbildung mit Jugendsozialarbeit und Landwirtschaft. Zu letzterem Bereich soll Graf Deym Herrn Minister Brunner ansprechen. Einig sind sich die Gesprächsteilnehmer, daß dem Tourismus zum Gelingen der EDM eine zentrale Rolle zukommt und hier noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

 

Einen Fachtag zum Thema Jugendsozialarbeit 2013 in Südböhmen würde das Ministerium begrüßen. Die von Graf Deym angestoßene Zusammenarbeit im Bereich Denkmalpflege kommt nicht zur Sprache.

 

Graf Deym wirbt dafür, das Jugendschloß Drazic als bayerisches Begegnungszentrum  zu sehen.

Wenn sich im Bereich Soziales oder Kirche mittelfristig kein Betriebsträger findet, steht es auch anderen Aufgaben (z.B. Bildung, Begegnung, Freizeit..) im Sinne der EDM offen. Fr. Ministerin Müller stellt in Aussicht sich das Schloß einmal anzusehen.

 

Abschließend dankt Graf Deym für das konstruktive Gespräch und bietet seine Mithilfe und Unterstützung, wann immer sie nützlich erscheint, an.

 

Leopold Graf Deym

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. September 2012 um 13:59 Uhr
 
EUROPAREGION DONAU – MOLDAU FEIERLICH ERÖFFNET PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Leopold Graf Deym   
Dienstag, den 03. Juli 2012 um 13:29 Uhr

Graf Leopold Deym unter den geladenen Gästen

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Leine los, hieß es am 30.Juni  in Linz für die „Regina Danubia“. Während einer 3- stündigen Donaufahrt wurde im festlichen und internationalen Rahmen die „Europaregion Donau-Moldau“ aus der Taufe gehoben. In den kurzen Ansprachen der Vertreter aus Bayern, Österreich und Südböhmen mit dem Kreis Vysocina  wurde die Absicht bekräftigt, im Sinne eines Europas der Regionen die Zusammenarbeit zu intensivieren, die Regionen des ländlichen Raumes zwischen den urbanen Zentren zu stärken und die Vertretung in Brüssel zu komprimieren. Aus den Reden und aufgelegten Materialien war ersichtlich, daß zunächst Markt und Wirtschaft, Wettbewerb und Wachstum im Mittelpunkt der Ziele des verstärkten Schulterschlusses in der Europaregion Donau-Moldau (EMD) steht.

 

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Unter den geladenen Gästen aus allen betroffenen Regionen befand sich auch Leopold Graf Deym, der seit Jahren die Euregio Bayerischer Wald/Böhmischer Wald, den Motor der erweiterten Kooperation, auf beiden Seiten der Grenze mit seinen Aktionen und dem sanierten Zentrum in Schloß Drazic nach Kräften unterstützt. Als Mitglied in den länderverbindenden Vereinen versucht er zu Vermehrung der Gemeinsamkeit beizutragen. Auf dem Festakt anläßlich der Gründungsfeierlichkeiten vertrat Graf Deym den Bayerischer Landescaritasverband, seinen ehemaligen Arbeitgeber, den er mit Erfolg animiert hatte, mit den österreichischen und böhmischen Anrainerdiözesen, sich um die sozialen Belange in der Region verstärkt gemeinsam zu kümmern. Ein entsprechendes EU-Projekt ist auf den Weg gebracht.

Auch wenn die Verbindungen zwischen fremden Völkern von alters her und aus verständlichen Gründen immer zuerst aus dem Handel unter einander entstanden sind, so geht Lebensqualität im zivilisierten 21.Jahrhundert über die Deckung des materiellen Lebensbedarfes hinaus. Lebensqualität umfaßt heute alle Bereiche des Menschen. Wohin ein rein materielles, fiskalisches Verständnis von Europa, unter Hintanstellung der beschlossenen Grundwertecharta führt, zeigt das ständige Aufspannen neuer

Rettungsschirme.

 

Im Gespräch mit vielen „Regionaleuropäern“ u.a. mit der Bayerische Europaministerin Emilia Müller, fand Graf Deym darin Zustimmung, daß es jetzt darauf ankommt, im Europa der Nachbarn das Gemeinschaftsgefühl im Alltag durch Begegnung und Miteinander zu stärken. Dazu sind Wirtschaft und Tourismus förderlich, greifen aber ohne Mehrwert langfristig zu kurz. Ausgehend von einer Wertebasis müssen die menschlichen Bedürfnisse ganzheitlich, also unter Einbeziehung von Kultur, Bildung und Sozialem in den Blick genommen werden.

Die geschaffene Grundstruktur der neuen Europaregion mit Präsidium, Koordinierungsgremium, Geschäftstelle und Facharbeitsgruppen ist bewußt schlank gehalten, um die jetzt notwendigen Aktivitäten der Bürger, der Gemeinden und Vereine zu fördern und nicht zu ersticken. Auch Graf Deym hofft, daß jetzt auf dem „flachen Land“ ankommt, daß für alle Bürger die Türe zum Europa der Nachbarn aufgestoßen ist und allen bewußt wird, daß diese Europa in der Nähe zu unserem „eigenen Wirkungskreis“ gehört. Mit seinen Beziehungen und dem Begegnungshaus in Böhmen läßt sich Graf Deym gerne weiter in den Dienst nehmen und berät und betreut interessierte Gruppen.

 

(c) Leopold Graf Deym, 2.Juli 2012

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 27. September 2012 um 13:58 Uhr
 
STÄDTEPARTNERSCHAFT BRINGT NIEDERBAYERN EUROPA EIN STÜCK NÄHER PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Leopold Graf Deym   
Donnerstag, den 14. Juni 2012 um 15:00 Uhr

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Schon vor 10 Jahren zeigte die südböhmische Stadt Pisek an der Otawa „nachbarschaftliche Neugier“. Mein Versuch, den verliebten Blick nach Wetzlar auf Niederbayern umzulenken,schlug damals trotz starker Argumente fehl.Kunst und der Freundschaft ihrer Verantwortlichen gelang jetzt,was mir versagt blieb.

Gerade rechtzeitig zur Unterzeichnung der Verträge zur Gründung der „Europaregion  Donau-Moldau“, Ende des Monats in Linz,fanden in Pisek die Feierlichkeiten  zur Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrages unter dem Motto“Sradt-Land-Fluß,Kunst ist Brück zwischen zwei Städten“mit der Stadt Deggendorf statt. Die Säulen und Motoren dieser „Ehe“waren Herr Neubauer mit seiner „Gesellschaft für tschechisch-deutsche Zusammensrbeit,Herr Teringl mit seinem Fotoclub,der Prachiner Kunstverein und auf bayerischer Seite Herr Weber mit dem Kunstverein Deggendorf.

 

Hüben wie drüben gingen dem formalen Freundschaftsschluß zahlreiche Ausstellungen,Wettbewerbe und gemeinsame Workshops voraus. Auch beide Arbeitsämter arbeiten schon seit Jahren zusammen. So führten sie schon vor Jahren einen handwerklichen Arbeitseinsatz für Jugendliche in Berufsvorbereitung im Jugendschloß Drazic durch.Damals trug das Kolpingwerk in Regen viel zur Sanierung und Umfunktionierung des alten Gemäuers zu einer Jugendbegegnungs-und -bildungsstätte bei.Mit der Abhaltung eines Fotoworkshops in den historischen Kellerräume in Schloß Drazic,in denen Spinnweben und Ruß die Staffage sind,versucht die Zamek Mladi s.r.o.die neue Partnerschaft nach Kräften zu unterstützen und hat auch schon ihre Mitgliedschaft im Deggendorfer Kunstverein in Aussicht gestellt.Die Session in Drazic Anfang Juli hat das Thema „Entdeckungen und Portraits in historischen Gebäuden“.

Der imposanten Festivität anläßlich des Partnerschaftsvertrages tat das regnerische Wetter keinen Abbruch.Die Begeisterung in Deggendorf füllte 5 Busse,deren Insassen Pisek für einige Stunden einen weiß-blauen Anstrich gaben.Rund um den Festakt waren mit Vernisage und Musik ect.etliche künstlerische Darbietungen drappiert.

Wer dieses Fest miterlebt hat,wünscht weiteren Städten die Dynamik und den Spaß am Brückenschlag in Europa statt dem Gejammere um die Europakrise.

 

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Personen auf dem Bild :
( von rechts )

 

Rudolf Weber
Vositzender des Kunstvereins Deggendorf

 

Herrn Neubauer
Vorsitzender der

Gesellschaft für deutsch-tschechische Zusammenarbeit

 

Ondrej Veselý

Bürgermeister der Stadt Pisek

 

Anna Eder

Oberbürgermeisterin der Stadt Deggendorf

 

Leopold Graf Deym

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 14. Juni 2012 um 15:05 Uhr
 
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